
Acer campestre / Feldahorn / verbreitet
Der Feldahorn wächst meistens als sommergrüner Strauch und ist nur unter günstigen Bedingungen als Baum 2. Ordnung (mittelgroßer Baum)mit Wuchshöhen von 20 Metern anzutreffen. Der Feldahorn kann 150 bis über 300 Jahre alt werden.1

Berberisaquifolium, Mahonia aquifolium / Gewöhnliche Mahonie / verwildert
Stachelig gezähnte Zähnchen an den Blättern, Zierstrauch aus dem westklichen Nordamerika, in tiefen Lagen verwildert.2

Berteroa incana / Gewöhnliche Graukresse / verbreitet
Ganze Pflanze auffällig graugrün filzig. Schötchenfrüchte breit elliptisch, etwas abgeflacht, Der Haarfilz, der die Verdunstung mindert, ist eine Anpassung an den trockenen Standort. 3

Campanula rotundifolia / Rundblättrige Glockenblume / verbreitet
Meist sind an blühenden Pflanzen die namensgebenden Grundblätter bereits abgestorben. Im Schatten blüht die Pflanze nicht. Stattdessen bleiben die Grundblätter erhalten und es bilden sich kurze Stängel mit wenigen Blättern sowie Ausläufer mit neuen Rosetten. Die Pflanze kann mit bis zu 1,2m langen Wurzeln tief in den Boden und in Felsspalten eindringen.2

Chaenomeles / Feuerrote Zierquitte / die Zierquitten-Arten stammen aus Japan, Myanmar und China
Die Pflanze bevorzugt guten, tiefgründigen Gartenboden und ist als wertvoller Blühstrauch (Blütezeit April–Mai) beliebt. Die Früchte ergeben nach den ersten Herbstfrösten ein gut schmeckendes Gelee. Sie können ebenso vielfältig wie Quitten verwertet werden. Die Früchte der Zierquitten enthalten nur wenig Zucker und viel Pektin.4

Cichorium intybus / Gewöhnliche Wegwarte / verbreitet, weltweit verschleppt
Merkmal: 5-zipfelige Zungenblüten, Die Blütenkörbchen öffnen sich etwa um sechs Uhr und schließen sich um die Mittagszeit, bei trüben Wetter auch später. Die geröstete Wurzel dient seit dem 18. Jh. als Kaffeeersatz (Zichorienkaffee, Blümchenkaffee). Heute kultiviert man verschiedene Varietäten: Wurzelzichorie liefert Inulin als Stärkeersatz in Diabetikernahrung. Chicoree und Radicchio ergeben schmackhaften Salat. 5

Claytonia perfoliata / Gewöhnliches Tellerkraut / gelegentlich verwildert
Bereits die Indianer des pazifischen Nordamerikas nutzten die Pflanze für Salat oder spinatartiges Gemüse. Heute bieten Feinkostläden und Märkte die zarten Blätter unterm Namen Kubaspinat, Winterpostelein oder Winterportulak an. Sie schmecken angenehm mild und passen gut in Mischsalate. 6

Convallaria majalis / Maiglöckchen / häufig, giftig
Die Pflanze enthält herzwirksame Glykoside, die genau dosiert bei altersbedingter Herzschwäche helfen. Eine zeitlang wurde die Pflanze deshalb „salus mundi“ = Heil der Welt genannt und war im Berufsemblem der Ärzte. 7

Conyza canadensis / Kanadisches Berufkraut / verbreitet
Ödflächen, Gärten, Äcker, Schutt, Gehwegritzen, Mauern, Autobahnen, Dämme, Brandflächen. Pionierpflanze. Neubürger aus USA und Kanada.8

Daucus carota / Wilde Möhre / verbreitet
Döldchen zu 15-50. Pflanze graugrün, behaart. Helle, dünne Pfahlwurzel. Die Blüten locken Fliegen an. Diese landen am liebsten dort, wo schon andere Fliegen sitzen. Die dunkle Blüte mittig deutet man deshalb als Fliegenattrappe. Die Garten-Möhren wurden aus der Wilden Möhre gezüchtet. Ihre Wurzel ist dicker, fleischig und durch Carotine orangerot gefärbt. 9

Digitalis purpurea / Roter Fingerhut / zerstreut giftig
Höhe 0,40 – 1,50 m. Über 100 hell bis dunkel karminrote Blüten. Die Flecken in der Blüte immitieren Staubbeutel und dienen als Locksignal besonders für Hummeln. Der Rote Fingerhut enthält Herzglykoside, die genau dosiert bestimmte Herzleiden lindern. Ihre Wirkung auf das Herz erkannte im 18. Jh. der englische Arzt Withering. Vergiftungen führen zur Herzmuskelschwäche und zum Tod.10

Echium vulgare / Gewöhnlicher Natternkopf / verbreitet, giftig
Die Blüten erinnern etwas an einen Schlangenkopf. Ihre Farbänderung hängt wie beim Lungenkraut mit dem Säuregehalt zusammen. An den Borstenhaaren kann Wasser kondensieren. Außerdem bilden sie einen mechanischen Fraßschutz. 11

Jacobaea vulgaris, Senecio jacobaea / Jakobs-Greiskraut, Jakobs-Kreuzkraut / zerstreut, giftig
Der Artname bezieht sich auf den Blühbeginn um den St. Jakobstag (25. Juli).

Knautia arvensis / Wiesen-Witwenblume / häufig
Beliebte Blume für Schmetterlinge z. B. der Schachbrett-Falter.

Nepeta x faassenii ‚Junior Walker‘ / Lila Katzenminze / weit verbreitet
Nepeta-Arten enthalten oft reichlich ätherische Öle. Die Katzenminze ist eine pflegeleichte anspruchslose Staude mit langer Blütezeit. Sie kann an trockenen Stellen im Garten gepflanzt werden, eine regelmäßige Bewässerung ist nicht notwendig. Die Nepeta gedeiht gut auf nährstoffarmen Böden. Die klassischen Verwendungen sind Beeteinfassungen und in Steingärten.12

Origanum vulgare / Gewöhnlicher Dost / häufig
Merkmal: Staubblätter ragen aus der Blüte, Die Pflanze enthält bis 4 Prozent ätherische Öle. Im „Oregano“-Gewürz finden sich meist Blätter und Blüten von im Mittelmeerraum heimischen Rassen mit kräftigem Aroma sowie von anderen Origanum Arten. Die Volksmedizin empfielt „Dostentee“ bei Erkältungen und Verdauungsstörungen. 13

Salvia rosmarinus / Rosmarin / verbreitet, wild im zentralen Mittelmeerraum, Zier- und Gewürzpflanze in Europa
Rosmarin enthält zwischen 1 und 2,5 % ätherisches Öl. Rosmarin hat einen sehr intensiven, aromatischen Geruch und einen harzigen, leicht bitteren Geschmack, der etwas an Kampfer und Eukalyptus erinnert. Er wurde aufgrund seines ähnlichen Geruches als Ersatz für Weihrauch verwendet. Rosmarin war Bestandteil eines der ersten destillierten Parfüme, bei dem ätherisches Öl mit Alkohol kombiniert wurde. Rosmarinöl hat eine stark antiseptische Wirkung, die das 5,4fache von Karbolsäure (Phenol) beträgt.14

Scrophulariaceae / Gewöhnlicher Sommerflieder, Schmetterlingsflieder / ziemlich häufig
Die nektarreichen Blüten locken besonders Schmetterlinge an. Deren Artenreichtum wird dadurch jedoch nicht gefördert, da dieser in erster Linie von den Futterpflanzen der Raupen abhängt.15

Tanacetum vulgare, Chrysanthemum vulgare / Rainfarn, Wurmkraut / häufig, giftig
Das für den Duft der zerriebenen Pflanze verantwortliche ätherische Öl enthält giftiges Thujon.10

Urtica dioica /Große Brennessel / verbreitet
Berühren der Blätter führt zu brennendem Schmerz. Männliche und weibliche Büten auf verschiedenen Pflanzen. Männlicher Blütenstand abstehend, weiblicher Blütenstand hängend.16
Agenda zum Vorkommen
- häufig
- ziemlich häufig
- verbreitet
- zerstreut
- selten
- sehr selten
Quellenverzeichnis
Was blüht denn da? Kosmos – Naturführer, Margot und Dr. Roland Spohn, Pflanzenporträts Marianne Golte-Bechtle, 60. aktualisierte und erweiterte Auflage, 2021, ISBN 978-3-440-17073-1
- Wikipedia „Feldahorn“ (2026, 11.01.) in https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Feldahorn&oldid=262089567 ↩︎
- S. 394/2 Gewöhnliche Mahonie ↩︎
- S. 118/2 Gewöhnliche Graukresse ↩︎
- Wikipedia „Zierquitten“ (2026, 09.01.) in https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Zierquitten&oldid=259354475 ↩︎
- S. 224/4 Gewöhnliche Wegwarte ↩︎
- S. 134/3 Gewöhnliches Tellerkraut ↩︎
- S. 184/1 Maiglöckchen ↩︎
- S. 176/1 Kanadisches Berufkraut ↩︎
- S. 166/2 Wilde Möhre ↩︎
- S. 98/1 Roter Fingerhut ↩︎
- S. 238/3 Gewöhnlicher Natternkopf ↩︎
- Wikipedia „Katzenminze“ (2026, 11.01.) in https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Katzenminzen&oldid=261987250 ↩︎
- S. 96/2 Gewöhnlicher Dost ↩︎
- Wikipedia „Rosmarin“ (2026, 11.01.) in https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rosmarin&oldid=262318037# ↩︎
- S. 430/2 Gewöhnlicher Sommerflieder ↩︎
- S. 342/4 Große Brennessel ↩︎