Wildblumenrasen
Wildblumenrasen

Wildblumenrasen

Achillea millefolium / Gewöhnliche Schafgarbe / verbreitet
Pflanze enthält ätherische Öle, Schafe fressen die Blätter, aber nicht Stängel und Blüten, die so auf den Weiden als auffällige Büschel stehen bleiben. Hier eine rote Beerenwanze auf den Schafgarbenblüten.

Arabidopsis thaliana / Acker-Schmalwand / relativ verbreitet
Die Blüten sind kleine „Nektar führende Trichterblumen“. Wegen ihrer Unscheinbarkeit ist der Insektenbesuch nur spärlich, stattdessen erfolgt zu 99 Prozent Selbstbestäubung. Trotzdem ist auch die Fremdbestäubung durch solitäre Bienen, Zweiflügler und Blasenfüße (z. B. Thripsen) bedeutungsvoll. Die Schoten sind nach der Blüte verlängert und enthalten 20 bis 30 langlebige Samen als Lichtkeimer. Da die Samenschale bei Nässe kurze Klebfäden produziert, ist eine Klebausbreitung der Samen möglich. Die Schoten selbst sind Windstreuer.1

Bellis perennis / Ausdauerndes Gänseblümchen / verbreitet
bei kühlem Wetter und nachts schließen sich die Blüten, nach kalten Nächten färben sie sich rötlich

Campanula patula / Wiesen-Glockenblume / auf feuchten Wiesen weit verbreitet
Hell blauviolette Blüten. Die Blüten drehen sich am Stengel zur Sonne. Wie bei allen Glockenblumen entleeren die Staubblätter den Blütenstaub bereits in der geschlossenen Knospe auf die Außenseite des Griffels. In der offenen Blüte liegen sie dann leer am Boden. Insekten, die Nektar saugen, beladen sich mit dem Blütenstaub.2

Cardamine hirsuta / Behaartes Schaumkraut / verbreitet bis häufig
Oft violett überlaufende Pflanze mit Rosette. Früher selten, durch Gärtnereien und Baumschulen weit ausgebreitet. Bei der reifen Frucht entstehen Spannungen, durch die die Frucht ihre Samen bis über 1 m weit wegschleudert. Durch Berührung platzen die Samen vorzeitig.3

Cerastium fontanum ssp. vulgare / Gewöhnliches Hornkraut / verbreitet
Mehr oder weniger behaarte, dunkelgrüne Pflanze mit hornförmigen Kapselfrüchten. Die Art neigt dazu, sich massenhaft zu vermehren und ausgedehnte Kriechrasen zu bilden. Die Blüten locken hauptsächlich Fliegen an.4

Crepis Biennis / Wiesen-Pippau, Wiesen Feste / verbreitet
Die Früchte werden gerne von Vögeln gefressen. Gelegentlich sind sie im Kanarienvogelfutter enthalten.5

Dianthus deltoides / Heide-Nelke / verbreitet aber verstreut / in einigen Bundesländern auf der Roten-Liste
Sie ist in Eurasien weit verbreitet. In Deutschland steht sie unter Naturschutz.6

Draba verna / Frühlings-Hungerblümchen / verbreitet
Es blüht vorwiegend von März bis Mai. Es ist einer der unauffälligsten und kurzlebigsten Winzlinge unter den mitteleuropäischen Blütenpflanzen. Die nur 0,01 mg schweren Samen verbreiten sich als Körnchenflieger, daneben als Regenschwemmlinge und als Tierstreuer. Das Frühlings-Hungerblümchen ist lichtliebend und wächst auf mageren, trockenen Standorten.7

Euphorbia peplus / Garten-Wolfsmilch / häufig
Reife Wolfsmilch-Früchte lösen sich beim Austrocknen als 3 Teilfrüchte von der Pflanze. Diese öffnen sich sofort explosionsartig und stoßen die Samen weg. Die Samen tragen außerdem nahrafte Ölkörper, so dass sie von Ameisen verschleppt werden.
Kosmos – Naturführer, „Was blüht denn da?“, Margot und Dr. Roland Spohn, Marianne Golte-Bechtle, S.352

Galium album / Weißes Labkraut / sehr häufig
Blüten und spätere Spaltfrüchte. Die Blätter sind einaderig oder nur undeutlich geadert, linealisch und drei- bis sechsmal so lang wie breit. Sie sind plötzlich in die kurze Stachelspitze verschmälert und stehen in Quirlen zu 4 bis 10 Blättern.8 … oder einfach auf dem Foto das Blatt ansehen 😉

Galium verum / Echtes Labkraut / häufig
Die Pflanze wirkt bei der Käseherstellung wie Lab aus dem Kälbermagen: Beide bringen die Milch zum Gerinnen. Im Altertum goss man deshalb Milch durch aus Labkraut geflochtene Siebe. In der alternativen Käseherstellung bedient man sich heute gelegentlich wieder der Pflanze. Blühend aromatisiert sie Getränke und färbt sie gelb.9

Geranium molle / Weicher Storchschnabel / in Europa zu finden
Der Weiche Storchschnabel ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis zu 45 cm erreicht. Die rosa bis purpur-rot gefärbten Kronblätter sind etwa 3 bis 8,5 (selten bis 10,5) mm lang, tief ausgerandet und länger als der Kelch. Die Narben sind violett. Er wächst bevorzugt auf sonnigen lockeren Rasen auf Kultur- und Brachland sowie Sanddünen. Er ist zumeist auf Sandböden verbreitet, an relativ trockenen Ruderalstellen und teils gestörten Wiesen. Die Pflanze gilt zudem als Kulturfolger des Menschen. Der Weiche Storchschnabel wurzelt bis 50 Zentimeter tief.10

Glechoma hederacea / Gewöhnlicher Gundermann, Gundelrebe, Erd-Efeu / verbreitet
wintergrün, in Mitteleuropa zählt der Gundermann zu den wichtigsten Frühjahrsblumen für viele Wildbienen. Auch Schmetterlinge: Aurorafalter, Zitronenfalter und Rapsweißling sind häufige Blütenbesucher. Die aromatisch riechende Pflanze enthält ätherisches Öl, Gerb- und Bitterstoffe. Bis zum Reinheitsgebot von 1516 diente sie beim Bierbrauen an Stelle von Hopfen als Bittermittel. Das Kraut schmeckt in Salaten und Quark und als spinatartiges Gemüse. 11

Hieracium pilosella / Kleines Habichtskraut, Mausohr-Habichtskraut, Langhaariges Habichtskraut / häufig
Rosettenblätter mit langen Haaren, unterseits graufilzig. Wächst oft in dichten Gruppen. „Mausohr“ bezieht sich auf die Form und Behaarung der Blätter. Bei Trockenheit rollen sich diese ein. Ihre Unterseite reflektiert das Licht und erwärmt sich deshalb nicht so stark.12

Hyperricum maculatum / Geflecktes Johanniskraut, Kanten-Hartheu / ziemlich häufig
Die Blüten bieten den bestäubenden Fliegen, Schwebfliegen und Bienen reichlich Pollen als Nahrung. Verblühte Blüten schließen sich, indem sich die Kronblätter wieder zusammenwickeln. Dabei kann Selbstbestäubung stattfinden.13

Lactuca serriola / Kompass-Lattich / häufig im Gebirge, im Nordwesten selten / ungefährdet
Besonders an sonnigen Standorten zeigen die Blätter wie bei einer Kompassnadel nach Norden und Süden und stehen mit ihrer Fläche senkrecht zum Boden. So werden sie kaum von der Mittagssonne bestrahlt und erhitzt. Sie verdunsten dadurch weniger Feuchtigkeit.

Lamium purpureum / Purpurrote Taubnessel / verbreitet
Pflanze oft violett überlaufen. Vorkommen auf lückigen Wildkrautbeständen. Stickstoffanzeiger. Die Pflanze wächst sehr rasch und kann pro Jahr bis zu 4 Generationen hervorbringen. Bei günstigen Bedingungen blüht sie sogar im Winter.14

Leucanthemum vulgare / Wiesen-Margerite, Gew. Wucherblume / verbreitet
Von der „Orakelblume“ zupfte man die Zungenblüten, um die Zukunft vorauszusagen. „Margerite“ stammt von franz. marguerite = Perle.15

Evtl. Linum catharticum / Purgier-Lein / häufig, giftig
Die Pflanze enthält den Bitterstoff Linin. Früher bereitete man aus ihr einen abführenden, in größeren Mengen Brechreiz auslösenden Tee. Der Name nimmt hierauf Bezug (lat. purgare = reinigen, abführen).16

Lotus corniculatus / Gewöhnlicher Hornklee / verbreitet, schwach giftig
Die Pflanze setzt aus Glycosiden nach einer Verletzung giftige Blausäure frei. Damit schreckt sie Fraßfeinde ab.17

Lysimachia arvensis / Acker-Gauchheil / in Wildkrautbeständen, giftig
Ziegelrote Blüten, die Blüten öffnen sich bei Sonnenschein von etwa 9 Uhr bis 15 Uhr. Die Pflanze enthält Saponine, Bitterstoffe und Gerbstoffe. Früher galt sie als Heilpflanze gegen Geisteskrankheiten und Dummheit (Gauch = Narr, Tor).18

Matricaria chamomilla, Matricaria recutita, Chamomilla recutita / Echte Kamille / ziemlich häufig
Im 16. Jh. galt die Echte Kamille bei uns als eines der wichtigsten Heilkräuter, besonders schätzten die Heilkundigen ihre Wirkung bei Frauenkrankheiten (lat. matrix = Gebärmutter). Noch heute gehört sie zu den bekanntesten Heilpflanzen. Dank ihrer ätherischen Öle und Flavonoide lindert sie Entzündungen und Krämpfe.Das aus den Blütenköpfchen gewonnene ätherische Öl ist durch das Chamazulen intensiv blau gefärbt.19

Medicago lupulina / Hopfenklee, Hopfen-Luzerne, Gelbklee / weit verbreitet
Die relativ kleinen, kugeligen, traubigen, blattachselständigen Blütenstände enthalten 10 bis 50 Blüten und erinnern an die des Hopfens; daher der Trivialname Hopfenklee. Blütenökologisch handelt es sich um nektarführende Schmetterlingsblumen mit Explosionsmechanismus, dabei schnellen die Staubblätter beim ersten Insektenbesuch aus dem Schiffchen heraus und drücken sich dem Insekt an den Bauch.20

Ornithogalum umbellatum / Dolden-Milchstern, Stern von Bethlehem / weit verbreitet, giftig
Der Dolden-Milchstern ist ein Zwiebel-Geophyt; seine Zwiebeln liegen in 2 bis 4 cm Tiefe. Die Frühjahrsblätter ziehen früh ein und sind im Sommer nicht mehr sichtbar. Die Früchte unterliegen der Schwerkraftausbreitung. Die Samen besitzen einen Ölkörper und werden durch Ameisen ausgebreitet. Vegetative Vermehrung erfolgt durch die kleinen, nur spärlich angelegten Brutzwiebeln, z. B. durch Wühlmäuse.21

Oxalis stricta, Oxalis fontana / Aufrechter Sauerklee / häufig
Die Blüten öffnen sich nur bei Sonne für einen Tag. Blättchen herzförmig, oft zusammengeklappt.22

Papaver rhoeas / Klatsch-Mohn / verbreitet, schwach giftig
Jede Blüte bildet rund 2,5 Millionen Pollenkörper, die besonders morgens bis etwa 10 Uhr abgegeben werden. Hummeln erhöhen die Abgabe durch Vibrieren (Buzzing), das als lautes Brummen hörbar ist. Die Pflanze enthält Alkaloide, jedoch kein Opium.23

Pastinaca sativa / Pastinak, Pastinake / fast überall
Die Blüten werden von Insekten aller Art besucht. Im Römischen Reich gehörte er zu den beliebtesten Wurzelgemüsen. In der Esskultur des Mittelalters spielte stärkehaltiger Pastinak eine ähnliche Rolle, wie sie die Kartoffel in der Neuzeit übernahm. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts war der Pastinak auch in Deutschland und in Österreich wegen seiner geringen Krankheitsanfälligkeit eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel, wurde dann aber von Karotten und den ertragreicheren und schneller wachsenden Kartoffeln weitgehend verdrängt. Im Vergleich zu Karotten kommt Pastinak auf einen viermal so hohen Gehalt an Fasern, Kalium, Proteinen und Vitamin C.24

Plantago lanceolata / Spitz-Wegerich / verbreitet
Spitze, lanzettenartige Blätter, Nasse Wegerich-Samen werden schleimig und klebrich. Sie bleiben dann an Tieren,Schuhsohlen und Reifen kleben und werden verschleppt. Die Pflanze enthält Aucubin, Gerbstoffe und Schleime. Sie hilft gegen Schleimhautentzündungen und trockenen Reizhusten. Frische Blätter lindern Insektenstiche, wenn man sie als Brei auf den Stich aufträgt.11

Plantago major / Breit-Wegerich, Großer Wegerich / verbreitet
Nordamerkikanische Indianer nannten die Pflanze „Fußstapfen des Weißen Mannes“. Sie kam mit den Weißen in ihr Land und breitete sich entlang ihrer Eroberungswege aus. „Plantago“ leitet sich von lat. „planta“ = Fußsohle ab und bezieht sich auf die Blattform, „Wegerich“ bedeutet „Beherrscherr des Weges“ und weist auf den Standort hin.11 Beim großen Wegerich haben die Blätter im Gegensatz zum Mittleren Wegerich einen Stil.

Plantago media / Mittlerer Wegerich / Kalkgebieten häufig, im Nordwesten seltener
Blätter breit, oval, spitz, zerstreut bis dicht behaart. Plantago leitet sich von lat. planta = Fußsohle ab. Die Blätter erinnern an Fußabdrücke, außerdem erträgt die Pflanze Trittbelastung. Reißt man ein Blatt auseinander, bleiben die zähen, für Festigkeit sorgenden Gefäßbündel der Blattadern als dünne Fäden stehen.25

Polytrichaceae / Schönes Frauenhaarmoos / in gemäßigten und kalten Zonen
In der Mitte des Stämmchens verläuft ein wasserleitender Zentralstrang, ähnlich wie man ihn auch bei Vorläufern der Farne findet. Die Polytrichaceae gelten deshalb auch als relativ ursprüngliche Vertreter der Moose. Der Zentralstrang macht einen sehr hohen Wuchs der Vertreter dieser Familie möglich. Wie andere Moose können sie das Zwanzigfache ihres Gewichtes an Wasser speichern, was sie zu wichtigen Wasserspeichern macht.26

Prunella vulgaris / Gewöhnliche Braunelle, Kleine Braunelle / verbreitet
Der Kelch um die Früchtchen öffnet sich nur bei Feuchtigkeit. Wird er von Tropfen getroffen, biegt er sich nach unten. Beim Zurückschnellen schleudert er anschließend die Früchtchen aus. Feucht sind sie klebrig und bleiben z. B. an Schuhsohlen haften.27

Ranunculus repens / Kriechender Hahnenfuß, Butterblume / sehr häufig, giftig
Oberirdische, oft meterlange, beblätterte Ausläufer mit Wurzeln und jungen Pflanzen. Mit seinen bis zu 50 cm tief reichenden Wurzeln wirkt dieser Hahnenfuß als Bodenbefestiger.28

Rumex acetosella / Kleiner Sauerampfer / verbreitet, schwach giftig
Viele kleine Blüten, rot bis grünlich. Saurer Geschmack.

Salvia pratensis / Wiesen-Salbei / häufig in Kalkgebieten
Bei Besuch der Blüte lösen die Insekten einen besonderen Mechanismus aus: Die beiden Staubblätter klappen dabei auf den Rücken des Insekts herab und pudern es mit Blütenstaub ein. Auf der nächsten Blüte streift das Insekt den Pollen an der Narbe ab. Besonders Hummeln lösen diesen Mechanismus aus.29

Senecio vulgaris / Gewöhnliches Greiskraut, Gew. Kreuzkraut / verbreitet, giftig

Silene coronaria / Kranz-Lichtnelke, Kronen-Lichtnelke, Samtnelke / verbreitet, giftig
Sorten der Kronen-Lichtnelke werden verbreitet als Zierpflanze für Rabatten und Bauerngärten genutzt. Sie ist seit spätestens 1410 in Kultur. Die filzig behaarten Blätter wurden im Altertum als Lampendochte verwendet.30

Silene vulgaris / Traubenkropf-Leimkraut / häufig, schwach giftig
„Silene“ geht auf Silen zurück, in der griechischen und römischen Mythologie ein dickbäuchiger, kahlköpfiger Begleiter des Weingottes Dionysos bzw. Bacchus. Die bauchigen Kelche umgeben später auch die reifen Kapseln und dienen dann als Windfang.31

Sonchus asper / Raue Gänsedistel / verbreitet
Blütenbesucher sind meist Schwebfliegen und Schmetterlinge. Die Raue Gänsedistel besiedelt Wegränder, Schuttplätze, Gärten, Äcker und Ufer, bevorzugt an frischen bis feuchten Standorten.32

Taraxacum officinale / Wiesen-Löwenzahn, Wiesen-Kuhblume / sehr häufig
Kinder blasen gerne die Früchte mit den Fallschirmen von den „Pusteblumen“. Die Pflanze enthält Bitterstoffe, die Verdauungs- und Gallestörungen lindern. Ihr hoher Kaliumgehalt fördert die Harnausscheidung. Junge Blätter liefern leicht bitteren, aromatischen Salat. Mit den Blütenkörbchen färbte man früher Butter gelb.33

Trifolium arvense / Hasen-Klee / ziemlich häufig
Köpfchen durch die langen, federartig bewimperten Kelchzähne haarig-wollig. Die behaarten Blütenköpfchen ähneln kleinen Hasenpfötchen und eignen sich für Trockensträuße.34

Trifolium dubium / Kleiner Klee / verbreitet
Verwelkte Blütenkrone braun, fällt nicht ab. Die Blüten absorbieren UV-Licht gleichmäßig. Sie sind daher auch für Insekten einfarbig.35

Trifolium hybridum / Schweden Klee / zerstreut, oft auch angebaut
Duftende Blüten, erst weiß dann rosa. Landwirtschaftlich wertvolle Sorten selektierte man zuerst in Schweden und baute sie ab dem 18. Jh. in Mitteleuropa an. Der Klee wird heute im Norden bis Lappland kultiviert.36 Der Schweden Klee fällt durch seinen intensiven Duft auf (etwas nach Jasmin) und die Nektartröpfchen schmecken süß fruchtig.

Trifolium repens / Weiß-Klee, Kriech-Klee / verbreitet
Kriechende, an den Knoten wurzelnde Stängel, Blätter meist mit heller Zeichnung. … Blättchen kahl, fein gezähnt, auch im Winter grün. Stickstoffanzeiger, durch Mähen gefördert… . Die Blätter finden sich auf Wappen und sind das Nationalsymbol Irlands. Nach einer Legende soll St. Patrick den Iren anhand eines Kleeblatts die Dreieinigkeit erklärt haben.37

Thymus pulegioides / Breitblättriger Thymian, Feld-Thymian, Quendel / verbreitet
Blüten purpurrosa. Aromatischer Duft. Mehrere Unterarten die würzig oder nach Zitrone duften. Die Früchtchen tragen nahrhafte Ölkörper und werden von Ameisen in ihre Bauten geschleppt.38

Veronica chamaedrys / Gamander Ehrenpreis / verbreitet
Dieser Ehrenpreis wird im Volksmund auch ironisch „Männertreu“ genannt, da die Blüten im Blumenstrauß nach wenigen Minuten eine große Zahl von Blütenkronen abwerfen. Die Kronen lösen sich an einer Trennungsschicht ab.39

Veronica serpyllifolia / Quendelblättriger Ehrenpreis, Thymianblättriger Ehrenpreis / häufig
Rinder und Schafe fressen die Früchte. Die Samen überstehen die Darmpassage und können so mit dem Kot verbreitet werden.40

Veronica sublobata / Hain-Ehrenpreis / verbreitet
Der Hain-Ehrenpreis ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 15 Zentimetern erreichen kann. Die meist aufsteigenden Stängel sind 5 bis 50 Zentimeter lang und deutlich behaart.41

Vicia angustifolia / Schmalblättrige Wicke / häufig, schwach giftig
Wächst auf trockenen, nährstoffreichen Böden an wärmeren Standorten.


Agenda zum Vorkommen

  • häufig
  • ziemlich häufig
  • verbreitet
  • zerstreut
  • selten
  • sehr selten

Quellenverzeichnis

Was blüht denn da? Kosmos – Naturführer, Margot und Dr. Roland Spohn, Pflanzenporträts Marianne Golte-Bechtle,
60. aktualisierte und erweiterte Auflage, 2021, ISBN 978-3-440-17073-1

  1. Wikipedia „Acker-Schmalwand“ (2026, 02.05.) in https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Acker-Schmalwand&oldid=256038199 ↩︎
  2. S. 218/1 Wiesen-Glockenblume ↩︎
  3. S. 114/4 Behaartes Schaumkraut ↩︎
  4. S. 136/3 Gewöhnliches Hornkraut ↩︎
  5. S. 312/1 Wiesen-Pippau ↩︎
  6. Wikipedia „Heide-Nelke“ (2024, 06.01.) in https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Heide-Nelke&oldid=257146280 ↩︎
  7. Wikipedia „Frühlings-Hüngerchen“ (2026, 22.03.) in https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Fr%C3%BChlings-Hungerbl%C3%BCmchen&oldid=246327283 ↩︎
  8. Wikipedia „Weißes Labkraut“ (2026, 11.01.) in https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wei%C3%9Fes_Labkraut&oldid=257989377 ↩︎
  9. S. 264/4 Echtes Labkraut ↩︎
  10. Wikipedia „Weicher Storchschnabel“ (2026, 0529) in https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Weicher_Storchschnabel&oldid=264579392 ↩︎
  11. S. 240/4 Gewöhnlicher Gundermann ↩︎
  12. S. 312/2 Kleines Habichtskraut ↩︎
  13. S. 274/2 Geflecktes Johanniskraut ↩︎
  14. S. 90/4 Purpurrote Taubnessel ↩︎
  15. S. 178/3 Wiesen-Margerite ↩︎
  16. S. 154/2 Purgier-Lein ↩︎
  17. S. 324/2 Gewöhnlicher Hornklee ↩︎
  18. S. 44/4 Acker-Gauchheil ↩︎
  19. S. 178/1 Echte Kamille ↩︎
  20. Wikipedia „Hopfenklee“ (2026, 13.01.) in https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hopfenklee&oldid=258226202 ↩︎
  21. Wikipedia „Dolden-Milchstern“ (2026, 15.05.) in https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Dolden-Milchstern&oldid=256341051 ↩︎
  22. S. 282/4 Aufrechter Sauerklee ↩︎
  23. S. 18/2 Klatsch-Mohn ↩︎
  24. Wikipedia „Pastinak“ (2026, 11.01) in https://de.wikipedia.org/wiki/Pastinak# ↩︎
  25. S. 124/4 Mittlerer Wegerich ↩︎
  26. Wikipedia „Polytrichaceae“ (2026, 11.01.) in https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Polytrichaceae&oldid=251120476# ↩︎
  27. S. 242/1 Gewöhnliche Braunelle ↩︎
  28. S. 268/3 Kriechender Hahnenfuß ↩︎
  29. S. 244/2 Wiesen-Salbei ↩︎
  30. Wikipedia „Kronen-Lichtnelke“ (2024, 06.01.) in https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kronen-Lichtnelke&oldid=257216194 ↩︎
  31. S. 142/1 Traubenkropf-Leimkraut ↩︎
  32. Wikipedia „Raue Gänsedistel“ (2026, 11.01.) in https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Raue_G%C3%A4nsedistel&oldid=260344343 ↩︎
  33. S. 308/4 Wiesen-Löwenzahn ↩︎
  34. S. 190/2 Hasen-Klee ↩︎
  35. S. 322/1 Kleiner Klee ↩︎
  36. S. 78/1 Schweden-Klee ↩︎
  37. S. 190/1 Weiß-Klee, Kriech-Klee ↩︎
  38. S. 96/3 Arznei-Thymian, Feld-Thymian, Quendel ↩︎
  39. S. 200/4 Gamander-Ehrenpreis ↩︎
  40. S. 198/2 Quendelblättriger Ehrenpreis ↩︎
  41. Wikipedia „Hain-Ehrenpreis“ (2026, 02.05.) in https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hain-Ehrenpreis&oldid=260685251 ↩︎